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Nach dem Vorstellungsgespräch: Ab wann du dich bei dem Unternehmen melden solltest

Kategorie: Vorstellungsgespräch

Es gibt es tatsächlich. Das Vorstellungsgespräch ist perfekt gelaufen, das Unternehmen hat dir wunderbar gefallen, der Job klingt interessant. Und dann kommt nichts, keine Rückmeldung. Mit diesem Nichts nach dem Bewerbungsgespräch umzugehen, fällt natürlich nicht leicht. Schließlich sitzt man gefühlt auf glühenden Kohlen und möchte den Job unbedingt haben.
Das Warten auf eine Rückmeldung nach einem Vorstellungsgespräch ist also eine der größten Herausforderungen des Bewerbungsprozesses. Da stellt man schnell alles in Frage. Die Bewerbung, das Gespräch, den Job und am besten gleich noch seine ganzen Qualifikationen mit dazu.

Dabei gibt es ein paar Tipps, wie du diese nervige Zeit des Wartens auf die Rückmeldung gut überbrücken kannst, um voll motiviert in die nächste Bewerbung zu starten.

Oder auch um zu wissen, ab wann man sich bei dem Unternehmen melden kann, ohne wie der letzte Geier zu wirken. Zuallererst ist aber nach einem Vorstellungsgespräch immer deine eigene Nachbearbeitung notwendig, um reflektieren zu können, wie das Gespräch verlaufen ist.

Wie war das Vorstellungsgespräch denn wirklich?

Es gibt zwei Arten der Bewertung eines Vorstellungsgespräches.
Die einen sind die selbstbewussten Siegertypen voller Euphorie, die nach dem Gespräch nur das Positive sehen. Die anderen sind die kritischen Hinterfrager, die nach dem Bewerbungsgespräch überlegen, ob es überhaupt Sinn gemacht hat, dort zum Gespräch zu erscheinen oder überhaupt die Bewerbung geschickt zu haben.

Egal, zu welcher Kategorie du gehörst: es macht immer Sinn, das Vorstellungsgespräch noch einmal in Ruhe Revue passieren zu lassen. So kannst du für dich bewerten, ob der Job dir wirklich zusagt, ob du zufrieden mit deiner Selbstpräsentation bist und ob es ein paar Dinge gibt, die vielleicht besser hätten laufen können.

Für diese kleine Analyse kannst du dir folgende 4 Fragen stellen:

1.  Kann ich mir vorstellen für dieses Unternehmen in dieser Position zu arbeiten?
Das ist die wichtigste Frage nach jedem Vorstellungsgespräch. Und eine Frage, die du für dich auf jeden Fall beantworten solltest, bevor du auch nur daran denkst, dich nach deiner Bewerbung und dem Gespräch noch einmal beim Unternehmen zu melden.

Es lohnt sich auch einen Tag zu warten, bevor man diese Entscheidung zu schnell aus dem Bauch heraus trifft.

2.  Sind mir alle Fragen beantwortet worden?
Du hast dir sicher im Vorfeld Gedanken darüber gemacht, was du im Gespräch für Fragen an das Unternehmen und den angestrebten Job hast. Im Eifer des Vorstellungsgespräches kann davon schnell mal etwas unter den Tisch fallen. Auch so wichtige Punkte wie flexible Arbeitszeiten und Gehalt. Diese Frage ist also sehr wichtig für weitere Vorstellungsgespräche.

3.  Gab es irgendwelche Informationspannen?
Da war doch noch die eine Information auf der Website, Moment. Das kann schnell passieren und ist im Bewerbungsgespräch nicht gerade förderlich. Es lohnt sich also, Tipps zur besseren Vorbereitung zu lesen, um im nächsten Vorstellungsgespräch besser informiert zu sein.

4.  Bist du zufrieden mit deiner Selbstpräsentation beim Vorstellungsgespräch?
Und es ist nicht schlimm, diese Frage mit Nein zu beantworten. Im Gegenteil. Interessant ist vielmehr, was dich genau gestört hat. Konntest du deine Bewerbung nicht aufgreifen oder warst du zu nervös? Das ist ein guter Ansatz, um persönlichen Nutzen aus dem Bewerbungsgespräch zu ziehen.

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Ein wirklich gutes Vorstellungsgespräch? Dann kannst du dich dafür bedanken.

Wenn du die Zeit des Wartens auf eine Rückmeldung gut genutzt hast und du nach eigener Analyse des Vorstellungsgespräches den Job immer noch haben möchtest, dann ist es Zeit für den nächsten Schritt. Statt nach dem Stand der Bewerbung zu fragen, kannst du dem Unternehmen nämlich auch einfach eine positive Rückmeldung geben.

Das ist zwar keine gängige Praxis, hat für dich aber nur Vorteile. Indem du dich für das angenehme Vorstellungsgespräch bedankst und signalisierst, dass du in dem Job gerne arbeiten würdest, sammelst du in der Endauswahl automatisch Sympathiepunkte. Statt also einfach nur zu warten, ist es wichtig, sich dem Personaler aktiv in das Gedächtnis zu rufen, dabei aber nicht zu penetrant zu sein. Und das schaffst du ganz einfach und elegant mit einer Dankesmail.

Ein Anruf dagegen kann ein bisschen aufdringlich wirken, denn statt einer kurzen Rückmeldung kann es schnell zu einem zweiten Vorstellungsgespräch kommen. Oder du erwischst den Personaler in einer stressigen Situation. Das will keiner, besonders nicht du.

Butter bei die Fische. Hat es nun geklappt mit dem Job?

Seien wir ehrlich, irgendwann ist der Ofen aus. Die Bewerbung war perfekt, das Vorstellungsgespräch lief super. Du hast die Tipps zur Analyse befolgt, eine Dankemail geschrieben und jetzt kommt immer noch nichts? Meistens wird direkt im Bewerbungsgespräch eine Frist bekanntgegeben, nach der du eine Rückmeldung bekommst. Wenn diese Rückmeldung nach der Frist immer noch nicht da ist, solltest du dich beim Unternehmen melden. Dafür gibt es ein paar Tipps, die dir bei dieser Rückmeldung helfen können:

  • Warte ein paar Tage länger als die übliche Frist von einer Woche oder die dir bekannte Frist. Das wirkt entspannter und du hast definitiv einen Grund, dich zu melden.
     
  • Rufe persönlich an. In diesem Fall ist das besser als eine Mail, die gerne auch mal in den Tiefen des Unternehmens verschwindet. Kontaktiere immer deinen Gesprächspartner persönlich.
     
  • Habe vor dem Telefonat alle erforderlichen Informationen zur Stelle und zu dir parat. Das hilft besonders bei großen Unternehmen, die viele Stellen ausschreiben.
     
  • Bleibe höflich. Auch wenn du am Telefon erfährst, dass doch jemand anders nach dem Bewerbungsgespräch genommen wurde und du keine Rückmeldung bekommen hast. Das ist unhöflich vom Unternehmen. Aber kein Grund für dich, dasselbe zu tun.

Keine Rückmeldung nach dem Vorstellungsgespräch. Niemanden erreicht. Und nun?

Wenn dein Vorstellungsgespräch gut verlaufen ist und du einfach keine Rückmeldung bekommst, obwohl die Frist verstrichen ist, dann kann das an bestimmten Gründen liegen. Es bedeutet nicht gleich, dass deine Bewerbung schrottig war.

Hier sind daher ein paar Tipps, wie du die Wartezeit besser überstehst ohne direkt die Flinte ins Korn zu werfen:

1.  Mach dir bewusst, dass die Mühlen eines Unternehmens langsamer mahlen, als die in deinem Kopf. Da muss noch die eine oder andere Entscheidung abgesegnet werden, da fährt einer in den Urlaub oder wird plötzlich krank.
Es gibt viele Gründe, warum sich eine Frist verzögert.

2.  Nutze die Zeit für andere Bewerbungen. Das ist natürlich das Letzte, was dir einfällt, wenn du den Job unbedingt haben möchtest. Aber wenn es schon so einen tollen Job gibt, warum soll es nicht noch einen besseren geben?

3.  Ablenken. Mit zu viel Nachdenken hat schließlich noch niemand einen Job bekommen. Da kannst du das perfekteste Vorstellungsgespräch haben, Tipps über Tipps zur Bewerbung befolgen. Am Ende entscheidet das Unternehmen.
Und außerdem kommt es doch sowieso immer so, wie es kommen soll. Oder?


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Über die Autorin: Sofia Nelles ist waschechte Digital Native und Masterstudentin an der HAW Hamburg. Sie ist begeistert von fertigen To-Do-Listen, gutem Wetter in Hamburg und Out-of-the-Box Ideen.