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10 Lerntechniken fürs Studium: So studierst du schneller und effizienter

Kategorie: Studentenleben

Jeder kennt sie, alle hassen sie: die Klausurenphase im Studium. Während die einen frei nach dem Motto „Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss“ noch bis zwei Tage vor dem Datum entspannt bleiben, melden sich bei anderen die Nerven schon wochenlang vor dieser kritischen Phase. Egal zu welcher Gruppe du gehörst: Nun gilt es, deine Zeit so einzuteilen, dass das bestmögliche Ergebnis dabei rumkommt. 

Was viele nämlich nicht wissen: Nicht (nur) der Fleiß hat eine große Auswirkung auf deine Noten, sondern vor allem auch gute Lerntechniken. Dieses Wissen ist der Grund dafür, warum nicht unbedingt die hektischsten Studenten auch die besten Noten bekommen und umgekehrt. Ob du nun einfach mehr Zeit haben möchtest und weniger lernen willst oder ob du mitten in der Prüfungsphase steckst: Es lohnt sich, diese Lerntechniken im Studium anzuwenden.

Dafür kannst du mit der folgenden Übersicht einfach herausfinden, wie du am besten lernen kannst. Und vergiss nicht, das Wissen um diese Tipps weiterzugeben!

#1 Old but Gold: Die Karteikarte

Es hat schon seinen Grund, warum du nicht nur in der Grundschule, sondern bis zum Abitur deine Vokabeln in der Schule brav in Karteikärtchen sortieren musstest. Durch verschiedene Formen und Farben je nach Themengebiet machst du es deinem gestressten Hirn viel einfacher, Inhalte zu lernen. 

Ein wichtiger Tipp: Karteikarten von Kommilitonen nützen dir gar nichts! Auch wenn es Zeit kostet, solltest du die kleinen Kunstwerke selbst verfassen. Schließlich lernst du so schon beim Erstellen, nicht erst beim Abfragen und kannst dir das Wissen besser aneignen!

#2 Wie Tomaten dir beim Lernen helfen

Hast du schon einmal von der Pomodoro-Technik gehört? Wenn nein, ist es jetzt an der Zeit, das zu ändern. Denn dieses Zeitmanagement-System sorgt dafür, dass du ab sofort im Studium bessere Noten schreibt und dabei auch noch mehr Zeit hast.

Das Prinzip ist so einfach wie genial: Du teilst deine Zeit fürs Lernen in Einheiten á 25 Minuten auf. In diesen 25 Minuten versuchst du konstant, die nötigen Informationen aufzunehmen, ohne dich von irgendetwas ablenken zu lassen. Dann machst du fünf Minuten Pause und beginnst von vorn.

Der Name der Methode stammt übrigens von einer roten Tomate in einer Eieruhr. Diese etwas schräge Herkunft ändert aber nichts an dem bahnbrechenden Erfolg dieser Lernmethode!

#3 Wissen weitergeben: Der Erzählbär

Auswendig lernen kann schnell verunsichern, weil dein Gehirn dir sehr hinterhältig die Auskunft darüber verweigert, ob die Informationen jetzt wirklich abgespeichert sind, oder ob es im entscheidenden Moment versagt. Eine hervorragende Lerntechnik ist es daher, Wissen zu erklären und laut auszusprechen.

Am besten eignen sich dafür Mitbewohner. Aber auch Kuscheltiere oder im Notfall sogar ein Stein sind dankbare Zuhörer. Insbesondere wenn die Mitbewohner ebenfalls in der Prüfungsphase des Studiums stecken, sollte man eher die stummen Zuhörer bevorzugen. So aber festigst du nicht nur dein Wissen, sondern sammelst auch Selbstbewusstsein für die Klausur!

#4 Lernen beim Hören: So funktionierts!

Wenn der Professor im Studium träge seinen Vortrag durchzieht, ist es schwer, die Informationen richtig aufzunehmen. Anders ist das, wenn du dir beim Lernen selber Aufnahmen machst und sie dir in der U-Bahn oder auf dem Weg nach Hause immer wieder anhörst und so dein Wissen festigst.

Diese Lerntechnik ist besonders effektiv, da du verschiedene Sinne ansprichst, was dein Gehirn ganz besonders gerne mag. Du hörst den Stoff in der Uni, liest in zuhause noch einmal durch, schreibst dir Notizen und sprichst ihn schließlich ein. Ein wichtiger Tipp dabei: Mach keinen Vortrag daraus. Kurze Informationen für die Prüfung, in logischer Reihenfolge, bringen dir mit dieser Lerntechnik das beste Ergebnis. 

#5 Mnemotechnik: Altes Lernen neu entdeckt!

Diese Lerntechnik ist viel einfacher zu merken als zu schreiben. Im wahrsten Sinne des Wortes. Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Gedächtniskunst“. Damit ist nichts anderes als die berühmt-berüchtigte Eselsbrücke gemeint. 

Lernen über Assoziationen eignet sich am besten für kreative Köpfe. So kannst du zum Beispiel beim Auswendiglernen von einzelnen Wörtern aus den Anfangsbuchstaben eine Geschichte machen. Diese Geschichten enden meistens so dämlich, dass du sie nie wieder vergessen wirst. Genau das ist ja das Ziel, um dir im Studium möglichst effektiv das Wissen zu merken!

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#6 Diskutieren und Lernen: In der Gruppe zur Prüfung

Bei dieser Lerntechnik scheiden sich die Geister. Für die einen ist die Lerngruppe der Tipp des Jahrhunderts, für die anderen im Studium der sichere Weg zum Zweitversuch. Falls du gerne diskutierst und dich auch in Gruppen thematisch konzentrieren kannst, kann diese Methode allerdings für dich das Mittel der Wahl sein und sich als eine sehr effektive Lerntechnik herausstellen.

Schließlich bist du so an einen festen Ort und Termin zum Lernen gebunden und kannst keine Ausreden erfinden. Außerdem findest du immer genug Lernpartner im Studium, die genauso verzweifelt sind wie du. Ein weiterer Vorteil: Falls du einmal Fehler in deinen Informationen hast, fliegen die hier garantiert auf. In der Gruppe zu lernen und sich gemeinsam das Wissen anzueignen, ist also nicht die dümmste Idee!

#7 Lernen, lernen, lernen

Okay, diese Lerntechnik ist nicht neu, aber dafür umso wichtiger. Ständige Wiederholung ist der Tipp, der dich schlussendlich zum Erfolg bringt. Erst wenn dich der Lernstoff nicht mehr verwirrt, sondern nur noch nervt, ist der Punkt gekommen, an dem die Informationen und das Wissen sicher in deinem Gehirn abgespeichert sind.

Ein Studium ist in dieser Hinsicht meistens nicht sehr schlau aufgebaut, da eine einzige Vorlesung zwar interessant sein kann, aber trotzdem unweigerlich in den Tiefen deiner Neuronen verschwindet. Wirkliches Lernen ist das nicht. Daher bist nun du an der Reihe, durch ständige Wiederholung das Gelernte aus dem Studium abrufbar zu machen.

#8 Lernen wie die Zugvögel nach der LOCI-Methode

Zugvögel haben ein faszinierendes Gedächtnis. Der Schlüssel dazu ist die Erinnerung mittels geografischer Eckpunkte. Wenn einer Gans also aufgrund eines Sees oder eines Waldes wieder etwas einfällt, dann solltest du einmal darüber nachdenken, ob diese Lerntechnik nicht auch von dir für dein Studium anwendbar ist.

Der Tipp bei dieser Lerntechnik ist folgender: Schreibe dein Lernmaterial in logischer Reihenfolge auf. Dann machst du dich auf den Weg und lernst an bestimmten Wegpunkten eine Information auswendig. Wähle deine Route so weit, dass alles abgedeckt ist. Wenn du dich jetzt erinnern willst, dann geh einfach im Geiste spazieren. Es funktioniert verblüffend zuverlässig!

#9 Selbst denken statt abschreiben: Die einfachste Lerntechnik

Hinter dieser Lerntechnik verbirgt sich ganz einfach das Vermeiden eines häufigen Fehlers: Viele Studenten schreiben Informationen direkt aus einem Lehrbuch ab und lernen sie auswendig. Oder der Schritt des Abschreibens wird direkt übersprungen.

Damit tust du weder deinem Hirn noch deinen Noten einen Gefallen. Besser ist es, wenn du den Stoff in eigenen Worten niederschreibst, Verknüpfungen erstellst und am besten noch verschiedene Farben benutzt. In der Klausur fällt dir vielleicht nicht sofort der Fachbegriff ein, dafür aber der Farbverlauf und darüber schließlich auch der Zusammenhang. Damit ist es zur richtigen Antwort nicht mehr weit.

#10 Machen statt planen

Wie oft hast du dir während deines Studiums schon einen Lernplan geschrieben, einfach weil du keine Lust hattest, zu lernen? Und wie oft hast du genau danach gelernt? Einfacher ist es, loszulegen. Dabei erfährt man schon von selbst, in welchen Bereichen man vielleicht ein bisschen länger braucht als in anderen. Aber das Beste: Beim Lernen merkt man schließlich, dass es so schlimm gar nicht ist.

Hinweis: Unsere Artikel richten sich an alle Geschlechter. Für eine leichtere Lesbarkeit verwenden wir jedoch das generische Maskulinum. Deine stellenwerk Redaktion.


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Über die Autorin: Sofia Nelles ist waschechte Digital Native und Masterstudentin an der HAW Hamburg. Sie ist begeistert von fertigen To-Do-Listen, gutem Wetter in Hamburg und Out-of-the-Box Ideen.