Universität Stuttgart

Akademische(r) Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterin

Online seit
29.11.2019 - 12:42
Job-ID
S-2019-11-29-288509
Kategorie

Beschreibung

Experimentelle Untersuchungen zur laminar-turbulenten Transition hinter Rauigkeiten mit Freistromturbulenz

Unsere Vorarbeiten haben gezeigt, dass Hintergrundstörungen von einer Rauigkeit angefacht werden und es dadurch vor dem Erreichen der kritischen Reynoldszahl zur Transition kommt.  Darauf aufbauend soll die Abhängigkeit der Transitions-Reynoldszahl vom Turbulenzgrad durch experimentelle Messungen und numerische Simulationen systematisch untersucht werden.  Dies ist einerseits erforderlich, um theoretische Vorhersagen mit dem physikalischen Experiment vergleichen zu können.  Die theoretischen Methoden wurden inzwischen um Resolventen- und Pseudospektralanalysen erweitert, um Strömungseffekte noch besser verstehen zu können.  Trotzdem sollten diese Methoden immer wieder mit der Realität und den darin beobachteten Effekten verglichen werden.  Wir haben mit unserem Grundlagenversuch die Möglichkeit, sehr hochaufgelöst in diese Phänomene hineinzublicken.  Das wurde in den Veröffentlichungen zum vorangegangenen Projekt deutlich demonstriert.

Zum anderen können die Ergebnisse aus diesem Vorhaben aber auch in der Praxis genutzt werden.  Wenn es gelingt, Transitionsdiagramme wie das von Doenhoff & Braslow um den Turbulenzgrad zu erweitern, wäre die Vorhersage von Transition in einfachen praktischen Fällen mit bekanntem Turbulenzgrad bereits wesentlich genauer und verlässlicher als bisher.  Später könnten diese Daten auch für komplexere Fälle nützlich werden.  Zum Beispiel haben die meisten transsonischen Windkanäle einen höheren Turbulenzgrad als ein Flugzeug im Freiflug.  Dadurch ist die korrekte Übertragbarkeit von Effekten in der Grenzschicht vom Modell zum Original oft fraglich.  Eine erfolgreiche Skalierung von Grenzschichtinstabilitäten in unserem Grundlagenversuch wäre ein erster Schritt, um dies auch an komplexen Grenzschichten wie am Flügel zu ermöglichen.

https://www.iag.uni-stuttgart.de/institut/versuchsanlagen/laminarwasserkanal/

Anforderungsprofil

Folgende Voraussetzungen sind erforderlich:

  • Ingenieurwissenschaftliches oder naturwissenschaftliches Studium mit sehr gutem Abschluss (Master of Science)
  • Erfahrungen in den Bereichen Versuchs- und Messtechnik
  • Grundlagenkenntnisse in Grenzschichttheorie oder sehr gute Grundlagenkenntnisse in Strömungsmechanik
  • sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse
  • hohe Fähigkeit zum selbstständigen und selbstkritischen Arbeiten


Besonders geeignet sind Bewerber/Bewerberinnen, die zusätzlich über folgende Eigenschaften verfügen:

  • handwerkliches Geschick, Freude an Bastelarbeiten
  • Erfahrungen im Umgang mit Rechnern
  • Grundlagen Elektrotechnik
  • Grundkenntnisse in Matlab und LabView
  • Bereitschaft zur kooperativen Zusammenarbeit mit anderen Forschern
  • gute Präsentationsfähigkeit

Die Universität Stuttgart möchte den Anteil der Frauen im wissenschaftlichen Bereich erhöhen und ist deshalb an Bewerbungen von Frauen besonders interessiert. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat einen hohen Stellenwert. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung vorrangig eingestellt.

Die Einstellung der wissenschaftlichen/nichtwissenschaftlichen Mitarbeiter/innen erfolgt durch die Zentrale Verwaltung der Universität Stuttgart.

Kontaktdaten

Ansprechpartner
Herr Dr. Ulrich Rist
Einsatzort
Pfaffenwladring
21
70569 Stuttgart
Deutschland
Telefon
+49 711 68563432
E-Mail

Art der Beschäftigung

Vollzeit

Weitere Informationen

Institut / Einrichtung
Institut für Aerodynamik und Gasdynamik
Zeitraum der Beschäftigung
ab 01.01.2020, aktuell befristet bis 31.05.2022, Fortsetzung mit Promotion vorgesehen
Bewerbungsfristende
Montag, 6. Januar 2020 - 23:59

Vergütung

TV-L E13